Skip-Bo Kartenspiel: Spielregeln, Karten, Tricks & Taktik

Skip-Bo Kartenspiel

Skip-Bo, das Kartenspiel das die ganze Familie begeistert. Mit einfachen Spielregeln, die jeder ruckzuck versteht. Durch die richtige Taktik und ein paar Tricks, die du einsetzen kannst, wird es aber auch nach längerer Spielzeit nie langweilig.

Inhalt

  1. Skip-Bo: Alles Wichtige auf einem Blick
  2. Skip-Bo: Das Ziel des Spieles
  3. Wie spiele ich „Skip-Bo“?
  4. Mögliche Variante bei „Skip-Bo“
  5. Strategie: Skip Bo Taktik & Tricks
  6. Unser Test
  7. Skip-Bo: Die Spielanleitung zum Downloaden
  8. Skip-Bo FAQ
  9. Mein Fazit

1. Skip-Bo: Alles Wichtige auf einem Blick

Wie schneidet „Skip-Bo ab“?
Für wieviel Spieler? ab 2 Spieler (nach oben fast keine Grenze)
Für welches Alter geeignet? ab 7 Jahren
Preis ab 9,74 Euro
Wie lange dauert ein Spiel? zwischen 30 und 60 Minuten
(je nach gewählten Spielregeln auch länger)
Für wen in das Spiel besonders geeignet? Familien, lustige Abende mit Freunden, Kartenfreunde,
Verlag Mattel Games
früher: The Skip-Bo Company, International Games, Amigo
Autor Minnie Hazel „Skip“ Bowman
Besonderes kann auch im Team gespielt werden
Nicht so gut  mit mehreren Spielern kann die Wartezeit etwas lang werden

2. Skip-Bo: Das Ziel des Spieles

Bei Skip-Bo geht es darum, als erster alle Karten des Spielerstapels abzulegen. Dabei sind die restlichen Karten (auf der Hand und auf den Hilfsstapeln) nicht entscheidend.

3. Wie spiele ich „Skip-Bo“?

Jeder Spieler erhält dieselbe Anzahl Karten, diese legt er verdeckt als Stapel vor sich. Die Anzahl der Karten richtet sich nach der Spieleranzahl:

  • bei zwei bis vier Spielern erhält jeder Spieler 30 Karten
  • bei fünf oder mehr Spielern sind es 20 Karten

Skip-Bo: Kurz erklärt

Sobald jeder Spieler seinen Spielerstapel vor sich liegen hat, beginnt die erste Runde. Dabei nimmt der erste Spieler 5 Karten auf die Hand und dreht spätestens jetzt die oberste Karte seines Spielerstapels herum. Diese Karte muss er nun ablegen, dazu kann er die Karten auf der Hand und – im späteren Verlauf – auch die bereits begonnen Ablegestapel in der Mitte des Tisches verwenden.

Skip-Bo: Die Spielanleitung per Video

In dem Video ist nicht nur das Skip-Bo Kartenspiel erklärt, man sieht auch sehr gut, dass schon jüngere Kinder gut mitspielen können.

Die ausführliche Spielanleitung

Für das Kartenspiel „Skip-Bo“ müsst ihr mindestens zu zweit sein. Nach oben gibt es fast keine Begrenzung. Allerdings wird es – je mehr Spieler mitspielen – immer langwieriger.  Während ich ein Kartenspiel mit fünf oder eventuell sechs Spieler noch als angenehm empfinde, wird es mit mehr Spielern zu langwierig. Darüber dauert eine Runde ewig – und wird gerade für jüngere Mitspieler sehr schnell zu langweilig.

Vorbereitungen für „Skip-Bo“

Das Kartenspiel enthält:

  • 162 Karten
    • in den Werten von 1 bis 12
    • zuzüglich 18 Skip-Bos (Joker)
  • eine Spielanleitung

Die Karten werden komplett einmal durchgemischt. Nun kannst du je Spieler einen Stapel Karten austeilen. Dabei ist es besser, die Karten einzeln auszuteilen. Je nach Spieleranzahl bekommt jeder Spieler 20 oder 30 Karten als Spielerstapel. Dieser bleibt verdeckt vor den Spielern liegen, jedoch kann jeder die erste Karte es Spielerstapels  sofort umdrehen und offen auf den Stapel legen.

Die Skip-Bo Karten: Farben bei Skip Bo & mehr

Die Skip-Bo Karten gibt es in Werten von 1 bis 12 jeweils zwölfmal. Die Farben sind dabei:

  • die Karten 1 – 4 sind blau
  • alle Karten 5 – 8 sind grün
  • die Karten 9 – 12 sind rot
  • der Skip-Bo ist orange

Für das Spiel haben die Farben keinerlei Bedeutung!

Skip Bo Regeln: Wie geht Skip Bo?

Das Ziel des Spieles ist, den Spielerstapel aufzubrauchen. Wer die letzte Karte von dort ablegt, gewinnt. Dies sollten alle Spieler beachten. Schnell versucht man sonst, die Hilfsstapel leer zu halten.

Es gibt verschiedene Stapel während des Spiels:

Der Inhalt ist sehr übersichtlich.
Skip-Bo: Der Inhalt ist sehr übersichtlich.
  • der Spielerstapel
    Dieser liegt vor jedem Spieler verdeckt. Jedoch ist die oberste Karte  aufgedeckt. Diesen Stapel gilt es abzubauen. Denn wer die letzte Karten des Spielerstapels ablegt, gewinnt! Jedes Mal wenn du eine Karte ablegen konntest, deckst du die oberste verdecke Karte auf.
  • die vier Hilfsstapel
    Diese kann der jeder Spieler für sich neben dem Spielerstapel eröffnen. Diese Hilfsstapel können dir helfen, deinen Spielerstapel zu leeren. Denn du darfst jeweils die oberste Karte des Hilfsstapels verwenden.
  • die vier Ablagestapel
    Auf diesen Stapeln werden die Karten von der 1 bis zur 12 abgelegt. Ob du dafür Karten aus deiner Hand, vom Hilfsstapel oder von deinem Spielerstapel verwendest, ist ersteinmal egal. Auch eine kunterbunte Mischung aus allen Karten ist möglich.

Wichtig:

  • Es gibt maximal vier Hilfsstapel pro Spieler
    Liegen bereits vier Karten aus, muss der Spieler eine Karte auf einen bestehenden Hilfsstapel ablegen. Dabei müssen die Karten keine Reihenfolge bilden.
  • Ebenfalls gibt es maximal vier Ablagestapel in der Mitte für alle Spieler
    Diese Ablagestapel beginnen IMMER mit einer Eins und enden IMMER mit einer Zwölf. Sobald ein Spieler eine Zwölf auf den Ablagestapel gelegt hat, darf er diesen Stapel auf Seite legen und wieder mit einer Eins beginnen.
  • Es können selbstverständlich weniger als die vier Hilfsstapel beziehungsweise Ablagestapel existieren.
  • Spielerstapel zuerst ablegen!
    Da es das Spielziel ist, den Spielerstabel als Erster zu leeren, solltest du immer zuerst die Karten vom Spielerstapel auf die Ablagestapel in der Mitte legen.

Wie spielt man Skip-Bo?

Laut Spielanleitung darf der jüngste Mitspieler beginnen. Jeder Spieler, der an der Reihe ist führt folgende Schritte aus:

  1. Du ziehst soviele Karten vom Nachziehstapel, bis du wieder fünf Karten auf der Hand hast.
  2. Nun legst du möglichst Karten auf die Ablagestapel in der Mitte. Am Anfang geht da nur die Eins, doch das bleibt nicht lange so. Du kannst Karten von der Hand, deinen Hilfsstapeln und (ganz wichtig!) von deinem Spielerstapel ablegen.
  3. Als Letztes legst du eine Karte aus deiner Hand auf einen deiner Hilfsstapel. Falls du noch keine vier Hilfsstapel vor dir liegen hast, kannst du selbstverständlich auch einen neuen Stapel eröffnen.
  4. Nun beginnt der nächste Spieler seinen Zug.

Weitere, wichtige Regeln:

  • Schaffst du es alle deine Handkarten abzulegen, darfst du sofort wieder fünf Karten nachziehen und weiterspielen. Dies kannst so sooft wiederholen, wie du alle fünf Karten aus deiner Hand ausspielen kannst. Sobald du eine Karte auf deinen Hilfsstapel legst (auch wenn dies die letzte Karte ist), ist der nächste Spieler an der Reihe.
  • Joker ersetzen jede beliebige Zahl. Falls bereits ein Joker auf dem Abegestapel liegt, darf ein weiterer Joker darauf gelegt werden. Sie dürfen auch auf die Hilfsstapel oder auf einen bereits liegenden Joker auf dem Ablegestapel gelegt werden.
  • Gewonnen hat, wer die letzte Karte seines Spielerablagestapel abgelegt hat, deshalb hat dieser Stapel immer Vorrang.

Spielende bei „Skip-Bo“

Sobald ein Spieler die letzte Karte seines Spielertapels abgelegt hat, scheidet er aus dem Spiel aus. Danach darf er keine weitere Karte anlegen! Die restlichen Spieler können noch um die weitere Platzierungen kämpfen. Sobald der vorletzte Spieler alle seine Karten (des Spielerstapels) abgelegt hat, ist das Spiel vorbei.

4. Mögliche Variante bei „Skip-Bo“

Es gibt mittlerweile viele verschiedene Varianten des Kartenspiels. Dabei haben sich in Familien häufig Regeln etabliert, so dass diese als Standardregeln angenommen werden. 🙂

Hier ein Überblick über mögliche Varianten:

  • die Anzahl der Karten auf dem Spielerstapel
    Die Anzahl der Karten ist variabel. Ihr könnt genauso mit 10 Karten (für ein kurzes Spiel) beginnen, wie ihr – gerade zu zweit – auch mehr Karten nehmen könnt.
  • mehrere Runden spielen und Punkte vergeben
    Ihr könnt das Kartenspiel auch gut über mehrere Runden spielen. Dabei bekommt nur der Erstplatzierte Punkte. Für den Sieg erhält er 25 Punkte und für jede Karte, die die anderen Spieler noch auf ihren Spielerstapel liegen haben, nochmals je 5 Punkte. Wer zuerst 500 Punkte (oder 1000 ?) erreicht hat, gewinnt.
  • Skip-Bo in Teams
    Dies bietet sich bei einer geraden Spieleranzahl an. Es werden Teams aus zwei Spielern gebildet. Dabei werden die Teams so gebildet, dass jeweils ein Spieler des anderen Team dazwischensitzt. Bei vier Spielern ist das recht einfach. (Team 1- Team 2 – Team 1- Team 2) Bei sechs Spielern gehört dann jeder 3. Spieler zum selben Team.
    Die Spieler der Teams dürfen den Spielerstapel beziehungsweise die Hilfsstapel des Teamkollegen mitnutzen. Ein Team gewinnt erst dann, wenn beide Spielerstapel abgebaut sind.
  • Skip-Bo darf nicht auf Skip-Bo gelegt werden
  • Skip-Bo darf nicht auf die Hilfsstapel
  • Es müssen Hilfsstapel und Spielerstapel abgebaut werden
    Wenn ihr einmal einen Abend lang an einem Skip-Bo-Spiel verbringen wollt, versucht es mit dieser Variante. Gewinner ist der, der alle vier Hilfsstapel UND den Spielerstapel abgelegt hat. Das funktioniert wirklich! Ich hab das so schon einmal gespielt. Allerdings zieht sich das Spiel dementsprechende in die Länge.
  • Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
    Hauptsache ihr seid euch einig. Falls die ein oder andere Zusatzregel auf Gegenwehr stösst, spielt lieber nach den Standardregeln.

5. Strategie: Skip Bo Taktik & Tricks

Um bei Skip-Bo am ehesten die Karten loszuwerden, gibt es verschiedene Ansätze:

  • eine sehr gute Taktik bei Skip-Bo ist es, die Handkarten zu sammeln
    Liegt beispielsweise eine Zwei und du musst eine Sechs ablegen, hast aber nur die drei und die vier auf der Hand, wartest du solange, bis du die Fünf ziehst. Ansonsten ist es häufig so, dass deine Mitspieler schon an der Sechs vorbei sind, bevor du wieder an die Reihe kommst.
  • Hilfsstapel sortieren
    Eine weitere hilfreiche Taktik ist die Hilfsstapel zu sortieren. So lege ich die Karten meist so ab, dass ich sie passenden an die Ablegestapel anlegen kann, sobald die passende Karte kommt. Das heißt auf eine 10 kommt beispielsweise eine 9 und dann eine 8. Liegt dann die 7 in der Mitte aus, kann ich alle drei Karten nacheinander auslegen.
  • Entscheidung Handkarte oder Hilfsstapel
    Diese Überlegung gibt es wohl bei jeder Karte, die du auslegen kannst, wieder. Wenn du die Karte aus der Hand nimmst, kannst du im nächsten Zug eine Karte mehr ziehen. Nimmst du eine Karte vom Hilfsstapel, liegt darunter vielleicht die passende Karte, die du brauchst um weiter abzulegen.
  • Skip-Bos sinnvoll einsetzen
    Es sind zwar 18 Skip-Bos im Spiel, doch sehr schnell wirst du bemerken, dass du gut und gerne noch ein paar mehr brauchen könntest. Deshalb solltest du Skip-Bos nur dann einsetzen, wenn sie dir einen wirklichen Mehrwert bringen. Wenn du beispielsweise mit dem Skip-Bo eine Karte vom Spielerstapel ablegen kannst oder du somit die kompletten Handkarten ablegen kannst, um neu zu ziehen.
  • Gegner im Auge behalten
    Welche Karten liegen denn bei deinen Mitspielern auf dem Spielerstapel? Kannst du eventuell das Ablegen der Karte verhindern? Oder solltest du deine Handkarte auf der Hand behalten, weil sonst der nächste Spieler seine Karte losbekommt?

6. Unser Test

Wir lieben Skip-Bo! Dementsprechend spielen wir es alle paar Wochen wieder einmal. Wenn wir spielen, dann meist mehrere Runden – und (fast) nach den Standardregeln. Gerade unsere beiden „Kleinen“ spielen Skip-Bo sehr gern. Denn egal welche Taktik oder Tricks man kennt – am Ende entscheidet doch meist das Glück.

Der Skip-Bo (Joker) ist 18 x im Kartenspiel vorhanden.
Der Skip-Bo (Joker) ist 18 x im Kartenspiel vorhanden.

Am Liebsten spielen wir mit 20 Karten, bei uns beginnt immer der Spieler, der den höchsten Wert auf dem Spielerstapel liegen hat. Danach geht es wie gewohnt weiter. Jeder versucht schnellstmöglich seine Karten abzulegen – und zu verhindern, dass der nachfolgende Spieler seine Karte losbekommt. So kann es schon mal passieren, dass ein Spieler einen Skip-Bo auf die Ablagestapel in der Mitte legt, obwohl er gar keine Karte hat, die darauf passt. Hauptsache, der nachfolgende Spieler bleibt auf seiner Karte sitzen. 🙂

Genau dieses Taktieren zwischen „meine Karten müssen weg“ und „die anderen sollen aber nicht ablegen können“ machen das Spiel lustig und abwechslungsreich. Wenn meine Tochter wieder einmal die Karte legt, die ich gerade legen wollte, grummel ich leise vor mich hin – und sie freut sich, dass sie mir den Zug vermasselt hat. Skip-Bo ist ein Spiel, bei dem gerade das Zwischenmenschliche den Spaß bereitet.

Wie bei den meisten Kartenspielen, gewinnen die Kinden häufiger als wir. Warum auch immer.

7. Skip-Bo: Die Spielanleitung zum Downloaden

Die Spielanleitung von Skip-Bo als PDF zum Downloaden:

Skip-Bo Anleitung (PDF) auf deutsch
Skip-Bo Anleitung (PDF) auf deutsch

8. Skip-Bo FAQ

Einige Fragen, die immer wieder auftauchen:

  • Skip-Bo auf Ski-Bo: Erlaubt?
    In den Standardregeln ist dies erlaubt. Wenn ihr das anderes spielen möchtet, könnt ihr das vor dem Spiel gerne ausmachen.
  • Skip-Bo zu zweit spielen
    Skip-Bo lässt sich gut zu zweit spielen. Dabei gibt es 30 Karten pro Spieler. Ansonsten spielt ihr das Spiel wie gewohnt.
  • Skip-Bo mit Romme Karten?
    Skip-Bo lässt sich auch gut mit Romme-Karten spielen. Allerdings sind weniger Joker im Spiel.
  • Skip-Bo: Wie viele Karten auf der Hand?
    Jeder Spieler füllt seine Karten am Anfang des Zugs wieder auf 5 Karten auf.
  • Gibt es eine Skip-Bo Meisterschaft?
    Ja, Skip-Bo ist so bekannt und beliebt, dass es bundesweit immer wieder Meisterschaften gibt. Es soll sogar eine Weltmeisterschaft stattfinden. Leider habe ich nicht gefunden wo und wann. Falls du etwas weißt, bitte ich um einen Kommentar.
Die Farben der Skip-Bo-Karten haben für das Spiel keinerlei Bedeutung.
Die Farben der Skip-Bo-Karten haben für das Spiel keinerlei Bedeutung.

9. Mein Fazit

Skip-Bo ist älter als ich. 🙂 Das allein zeigt schon, dass es ein besonderes Kartenspiel sein muss. Welches Spiel schafft es über 5 Jahrzehnte immer wieder die Menschen zu begeistern. Wer Skip-Bo nicht kennt, sollte es sich wirklich zulegen. Gelegenheiten für ein Spiel finden sich immer. Zumal man es gut auch zu zweit spielen kann.

 

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