Bohnanza Spiel: Spielanleitung & alle Regeln für das Spiel

Bohnanza Spiel: Regeln

„Mit Bohnen kann man jede Menge Taler verdienen“ steht auf der Verpackung des Kartenspiels „Bohnanza“. Doch kann so ein kleines, unscheinbares Spiel wirklich begeistern?

Inhalt

  1. Bohnanza: Alles Wichtige auf einem Blick
  2. Bohnanza: Das Ziel des Spieles
  3. Wie spiele ich „Bohnanza“?
  4. Mögliche Variante bei „Bohnanza“
  5. Unser Test
  6. Bohnanza: Die Spielanleitung zum Downloaden
  7. Noch mehr Bohnanza: Erweiterungen & Varianten
  8. Mein Fazit

1. Bohnanza: Alles Wichtige auf einem Blick

Wie schneidet „Bohnanza“ ab?
Für wieviel Spieler? 3 bis 5 Spieler
Ab welchem Alter? ab 12 Jahren
Preis ca. 8,49 bis 9,99 Euro (zzgl. Versand)
Wie lange dauert ein Spiel? ungefähr 45 Minuten
Für wen in das Spiel besonders geeignet? Familien & für alle, die einfache Regeln mögen
Verlag Amigo
Autor Uwe Rosenberg
Besonderes Das Spiel hat mehrere Auszeichnungen (alle 1997):
Auswahlliste „Spiel des Jahres“
nominiert für den Niederländischen Spielepreis
a la carte Kartenspielpreis: Platz 1
Deutscher Spiele Preis: Platz 5
Nicht so gut habe nichts gefunden 🙂

2. Bohnanza: Das Ziel des Spieles

Jeder Spieler baut Bohnen an, die er dann möglichst gewinnbringend verkaufen möchte. Wer am Ende des Spiels die meisten Taler besitzt, hat gewonnen.

3. Wie spiele ich „Bohnanza“?

Auf bis zu drei Feldern kannst du Bohnen anbauen. Allerdings immer nur eine Sorte. Diese Bohnen verkaufst du, sobald dein Feld voll genug ist – oder du keinen Platz mehr für Bohnen hast, die du anbauen musst. So kann es passieren, dass du für ein Feld wenige bis gar keine Taler erhälst. Nachdem der Spieler am Ende gewinnt, der die meisten Taler besitzt, sollte das aber nicht zu oft vorkommen.

Bohnanza: Kurz erklärt

Jeder Spieler erhält fünf Karten auf die Hand. Achtung! Dabei dürft ihr NICHT die Reihenfolge dieser Karten ändern! Von dieser Hand legst du die vorderste Karte auf ein Feld. Danach wird gehandelt. Bestenfalls handelst du Bohnen, die du nicht möchtest gegen Bohnen, die dir Gewinn bringen.

Bohnanza: Die Spielanleitung per Video

Die ausführliche Spielanleitung

Drei bis fünf Spieler können das Kartenspiel Bohnanza spielen. Desto mehr Spieler ihr seid, desto lustiger und trubulenter wird das Handeln. Dazu gleich noch mehr.

Vorbereitungen für „Bohnanza“

Das Kartenspiel „Bohnanza“ enthält:

Der Inhalt des Spiels ist recht übersichtlich.
Der Inhalt des Spiels ist recht übersichtlich.
  • 104 Spielkarten
  • 6 x „3. Bohnenfeld“
  • 1 Spielanleitung

Dabei sind die Spielkarten NICHT gleichmässig verteilt, es gibt:

  • 6 Gartenbohnen
  • 8 rote  Bohnen
  • 10 Augenbohnen
  • 12 Sojabohnen
  • 14 Brechbohnen
  • 16 Saubohnen
  • 18 Feuerbohnen
  • 20 blaue Bohnen

Nachdem alle Karten gut gemischt sind, kannst du jedem Spieler fünf Handkarten austeilen. Ganz wichtig dabei: Diese Handkarten werden NICHT (!) sortiert. Zu keiner Zeit!

So wird „Bohnanza“ gespielt!

Bohnanza wird in Runden gespielt. Dabei absolviert jeder Spieler, der an der Reihe ist folgende vier Schritte:

  • Bohnenkarte ausspielen
    Die erste Karte aus der Hand wird auf einen (imaginären) Bohnenfeld angebaut
  • Handeln und Schenken
    Nun, kommen die anderen Spieler mit ins Boot. Es darf gehandelt, aber auch geschenkt werden.
  • Bohnen anbauen
    Alle erhandelten bzw. geschenkten Bohnen werden angebaut.
  • Handkarten auffüllen
    Der Spieler, der gerade an der Reihe war zieht drei Karten nach.
Diese vier Phasen im Einzelnen
Bohnenkarte ausspielen

Du musst die erste Karte auf deiner Hand auf ein Feld vor dir legen. Jedoch passt auf jedes Feld  immer nur eine Sorte Bohnen. Falls du du bereits ein Feld mit der Sorte besitzt, kannst du die Karte einfach anlegen. Sollten alle Felder belegt sein (und deine Karte passt nicht), musst du jedoch eines der Felder abernten.
Danach darfst du noch eine weitere Bohnenkarte anlegen. Dabei kannst du nur die nun vorderste Karte auf deiner Hand nehmen.
Sollte ein Spieler einmal keine Karten mehr auf der Hand haben, entfällt diese Runde.

Handeln oder Schenken
  • Handeln
    In dieser Phase zieht der Spieler zwei Karten vom Nachzugstapel. Diese werden offen ausgelegt. Der Spieler, der soeben an der Reihe ist, kann nun entscheiden, was mit den Karten zu tun ist. Entweder er baut eine oder beide selbst an oder er legt diese Karte(n) vorerst zur Seite. Sollte er eine oder beide Karten nicht behalten wollen, kann er mit den anderen Spielern handeln.

    • Jeder andere Spieler darf ein Angebot machen, muss aber nicht.
    • In dieser Runde darf nur mit dem Spieler, der soeben an der Reihe ist, gehandelt werden.
      Allerdings dürfen alle Karten (auch die auf der Hand) angeboten werden. Dabei spielt die Reihenfolge der Karten keine Rolle.
    • Die Mitspieler dürfen nur die Handkarten anbieten. Auch hier spielt die Reihenfolge keine Rolle.
    • Selbst wenn die beiden aufgedeckten Karten bereits ihren neuen Besitzer gefunden haben, kann weiter gehandelt werden.
    • Wichtig: Mit „erhandelten“ Karten darf nicht weitergehandelt werden.
    • Die Mitspieler ziehen ihre Karten erst aus der Hand, wenn der Handel angenommen wurde. Sonst kommt es dazu, dass der Mitspieler (falls der Handel ablehnt wird) nicht mehr weiß, an welcher Position die Karte gesteckt hat.
  • Schenken
    • Gerne darf jeder Mitspieler auch Karten verschenken (allerdings nur dem Spieler, der gerade an der Reihe ist).
    • Der Spieler, der im Moment spielt, darf auch jedem anderen Spieler Karten schenken.
    • Allerdings dürfen „verschenkte“ Karten auch abgelehnt werden.
    • Alle verschenkten und getauschten Karten bleiben abseits liegen, sie werden erst angebaut, wenn kein Spieler mehr Handeln oder Schenken möchte.
Bohnen anbauen
Felder anbauen: Nur mit der Karte "3. Bohnenfeld" darf man 3 Felder besitzen.
Felder anbauen: Nur mit der Karte „3. Bohnenfeld“ darf man 3 Felder besitzen.

Alle Spieler legen die abseits liegenden Bohnenkarten auf ihre Felder. Dabei ist es dem Spieler überlassen, welche Karten er zuerst anbaut. Ebenfalls es ist erlaubt, zwischen dem Anbau von einzelnen Bohnen ein (oder beide) Feld(er) abzuernten.

Die Spieler MÜSSEN alle Bohnenkarten auf den Feldern anbauen. Geht das nicht, weil alle Felder belegt sind, muss dieser Spieler zwangsweise ein Feld räumen. Den Erlös für dieses Feld (falls es einen gibt), erhält er trotzdem.

Bohnenkarten nachziehen

Nur der Spieler, der gerade an der Reihe ist, zieht einzeln (!) drei Karten vom Zugstapel und steckt sie hinter die übriggebliebenden Karten auf seiner Hand. Dabei muss er die Karten in der Reihenfolge auf die Hand nehmen, wie er sie gezogen hat.

Danach ist der (im Uhrzeigersinn) folgende Spieler am Zug.

Die Bohnenkarten geben je nach Anzahl unterschiedlichen Ertrag.
Die Bohnenkarten geben je nach Anzahl unterschiedlichen Ertrag.
Ernten der Bohnen

Jeder Spieler hat bis zu zwei Bohnenfelder vor sich liegen. Diese kann er – wenn er möchte – verkaufen. Jedes Bohnenfeld kann nur als Ganzes verkauft werden. Es müssen immer ALLE Bohnen verkauft dieses Feldes verkauft werden. Dazu zählt der Spieler die Bohnenkarten des Feldes. Am unteren Ende der Bohnenkarte ist ein Bohnometer angebracht, dieser zeigt, für wieviel Karten dieser Bohnenart es wieviel Taler gibt.

Beispiel:
So ergeben drei Brechbohnen beispielsweise einen Taler,
wobei man von den Augenbohnen für einen Taler nur zwei Bohnen benötigt.

Von den geernteten Bohnen nimmt sich der Spieler soviele Karten, wie er Taler bekommt und dreht sie auf die Rückseite. Mit der Rückseite nachoben legt er diese getrennt von seinen anderen Karten vor sich ab. Die restlichen Bohnenkarten wandern auf den Ablagestapel.

Ein Spieler darf das Feld auswählen, dass er verkaufen möchte. Allerdings kann er Bohnenfelder, auf denen nur eine Karte liegt, nicht verkaufen.  Falls der Spieler auf allen Felder nur eine Karte liegen hat, darf er ausnahmsweise ein solches Feld auflösen. Auch kann es vorkommen, dass ein aufgelöstes Feld dem Besitzer keine Taler bringt.

Beispiel:
Hat ein Spieler nur zwei Brechbohnen vor sich liegen, bekommt er für dieses Feld keinen Taler.

Weitere Aktionen
  • Sobald der Zugstapel leer ist, werden alle Karten des Ablagestapels neu gemischt und zum neuen Zugstapel.
  • Jeder Spieler darf jederzeit Bohnenfelder ernten und verkaufen. Dazu muss er NICHT an der Reihe sein.
  • Die Karte „3. Bohnenfeld“ darf jeder Spieler einmal im Spiel erwerben. Sofort danach hat er drei (statt vorher zwei) Bohnenfelder bis zum Spielende zur Verfügung. Auch dafür muss der Spieler nicht an der Reihe sein.  Für das 3. Bohnenfeld zahlt der Spieler drei Taler. Diese legt er mit den Bohnen nach oben auf das Ablagefeld.

Spielende bei „Bohnanza“

Wer am Ende die meisten Taler besitzt, hat gewonnen.
Wer am Ende die meisten Taler besitzt, hat gewonnen.

Sobald ihr den Zugstapel zum dritten Mal aufgebraucht habt, ist das Spiel zuende.

  • Geschieht dies in der Phase „Handeln und Schenken“ wird diese Phase noch zuende gespielt und die erhandelten Bohnen dürfen noch angebaut werden.
  • Wird der dritte Zugstapel in der Phase „Bohnenkarten nachziehen“ aufgebraucht, endet das Spiel sofort.

Jeder Spieler darf seine noch vor ihm liegenden Felder ernten sowie verkaufen. Wohingegen die Handkarten ablegt werden, diese zählen nicht mehr. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Talern.

4. Mögliche Variante bei „Bohnanza“

Gerade für jüngere Mitspieler empfiehlt es sich, die Phase „Handeln und Schenken“ zu entschärfen. So kann beispielsweise das Umdrehen der beiden Karten vom Zugstapel entfallen.

5. Unser Test

Vor langer, langer Zeit haben wir Bohnanza geschenkt bekommen. Damals waren unsere Kinder noch in der Grundschule – und mit dieser Variante konnten sie gut mithalten. Deshalb haben wir die ersten Spiele nach der obenstehenden Variante gespielt.

Heute spielen wir das Originalspiel immer mal wieder. Dabei ist die Phase „Handeln und Schenken“ immer sehr turbolent. Da wird geboten und gefeilscht und Geschenke gemacht und Gegengeschenke eingefordert. Für einen ruhigen Spielenachmittag ist dieses Spiel somit eher ungeeignet ;). Allerdings macht das turbulente Treiben Bohnanza auch so interessant.

Unsere Kinder spielen Bohnanza immer wieder einmal mit. Allerdings ist es nicht unser Lieblingsspiel. Nachdem man in Bohnanza leider nicht wirklich taktieren kann, ist es uns zu einfach gestrickt. . Aber für zwischendurch ist es wirklich ab und an lustig.

6. Bohnanza: Die Spielanleitung zum Downloaden

Die Spielanleitung (PDF) in deutsch zum Downloaden. Darin sind auch noch einmal ein paar Beispiele genannt.

Bohnanza Spielanleitung als PDF
Bohnanza Spielanleitung als PDF

7. Noch mehr Bohnanza: Erweiterungen & Varianten

Uwe Rosenberg, der Autor von Bohnanza, hat sehr viele Erweiterungen und Varianten von Bohnanza herausgebracht. Viele davon allerdings nur in kleinen Auflagen, so dass man schauen muss, ob man diese Erweiterungen oder Varianten überhaupt noch bekommt:

  • Bohnaparte (2004)
    Neben den Grundregeln kann man hier (ähnlich wie bei Risiko) Kriege führen. Mit selbst ist das Spiel zu unübersichtlich und zu komplex.
  • Würfel-Bohnanza
    Bohnanza mit sieben Würfeln.
  • Ladybohn
    Weibliche Bohnen und Baby-Bohnen, die mit männlichen bohnen angepflanzt werden.
  • Bohnanza: Das Duell
    Für alle, die Bohnanza zu zweit spielen wollen! Allerdings gibt es keine Handelsphase. Dafür werden „Geschenke“ gemacht, die meist gar nicht gut ankommen ;).
  • Mein erstes Bohnanza
    Mit diesen Spiel können sogar schon Kinder ab 4 Jahren Bohnen anpflanzen.
  • High Bohn
  • Dschingis Bohn
  • Kannobohne
  • Fan-Edition
  • Bohn Camillo
  • Bohniversum
  • Bohnkick
  • La Isia Bohnita
  • und viele andere mehr….

8. Mein Fazit

Bohnanza ist ein Kartenspiel für die ganze Familie. Wenn man die Regeln etwas anpasst, können auch kleinere Kinder mitspielen. Für ganz kleine Kinder empfehle ich euch Au Backe. Mir selbst fehlt ein wenig die Möglichkeit zum Taktieren. Wer gerne handelt und diskutiert, ist bei diesem Spiel aber  vollkommen richtig. Auf alle Fälle ein Spiel, dass in einem gut sortierten Spieleschrank gehört!

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